Information zur Nutzung und zu den Kosten der Hundekotbeutelstationen in der Gemeinde Schönberg

Aktuell verbraucht die Gemeinde rund 60.000 Hundekotbeutel pro Jahr. Dies verursacht Kosten in Höhe von etwa 800 Euro jährlich. Umgerechnet entspricht dies rund 41,7 Beuteln pro Einwohnerin bzw. Einwohner. Diese Zahl steht nicht im Verhältnis zur Anzahl der in Schönberg offiziell gemeldeten Hunde und wirft Fragen zur tatsächlichen Nutzung der Beutel auf.

Zusätzlich entstehen der Gemeinde erhebliche laufende Kosten durch das Leeren der Behälter und die Entsorgung der Hundekotbeutel. Allein hierfür fallen jährlich rund 3.500 Euro an. Durch die inzwischen stark angestiegene Hundekotmenge musste zudem auf dem Klärwerk ein zusätzlicher 770-Liter-Container beschafft werden, was weitere jährliche Kosten von etwa 1.500 Euro verursacht.

Besonders problematisch ist, dass immer wieder bereits überfüllte Hundekotbehälter weiter befüllt werden. Dies stellt für die Mitarbeitenden, die diese Behälter entleeren müssen, eine erhebliche Belastung dar. In solchen Fällen wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass der heimische Restmüllbehälter eine zumutbare Alternative darstellt.

Vor dem Hintergrund dieser Entwicklung befasst sich die Gemeindevertretung derzeit intensiv mit verschiedenen Handlungsoptionen. Diskutiert werden unter anderem:

  • der vollständige Abbau der Hundekotstationen,
  • der Erhalt der Beutel bei gleichzeitiger Entfernung der Abfallbehälter,
  • oder die Beauftragung einer externen Firma zur Überprüfung, ob alle Hunde ordnungsgemäß gemeldet sind.


Dabei ist wichtig festzuhalten, dass die Gemeinde Schönberg mit dieser Problematik nicht allein steht. Auch zahlreiche andere Gemeinden sehen sich mit steigenden Entsorgungskosten und einer zunehmenden Belastung der kommunalen Infrastruktur konfrontiert.

Erfahrungen aus anderen Kommunen zeigen, dass gezielte Kontrollen der gemeldeten Hunde in einigen Fällen dazu geführt haben, dass mehrere hundert bislang nicht gemeldete Hunde nachträglich angemeldet wurden. Diese Maßnahmen tragen dort sowohl zu mehr Steuergerechtigkeit als auch zu einer besseren Planbarkeit der kommunalen Leistungen bei.

Ziel der laufenden Beratungen in Schönberg ist es daher, eine faire, praktikable und finanzierbare Lösung zu finden, die sowohl den Interessen der verantwortungsbewussten Hundehalterinnen und Hundehalter als auch denen der gesamten Gemeinde gerecht wird. Über weitere Entscheidungen wird die Gemeinde Schönberg die Bürgerinnen und Bürger weiterhin transparent informieren.